Termine

2018-08-15 GoschArt - Fischerhütte (11:30 - 13:30)
2018-08-18 Hauk - Enzianwirt (14:00 - 16:00)
2018-08-25 Karin Kienberger, Waldfee - Babiol (14:00 - 16:00)
2018-08-26 Walter Nagel, Richard Weihs - Enzianhütte (14:00 - 16:00)
2018-09-02 Monika Zöchling - Knofeleben (11:30 - 13:30)
2018-09-08 Thomas Franz-Riegler - Karl Ludwig Haus (14:30 - 16:30)
2018-09-09 Pepis Bagage - Eicherthütte (14:00 - 16:00)
2018-09-16 Philipp Griessler - Mamauwiese (14:00 - 16:00)

mundARTig Sendung

CD-Rezension: Wos is dei Liad? (Karin Kienberger)

Karin Kienberger: Wos is dei Liad?

Karin Kienbergers Debüt mag bei der allerersten Begegnung wie ein weiteres Album mit gut gemachtem, gefälligem Alltagspop wirken. Doch gleich nach dem ersten Einhören offenbart „Wos is dei Liad?“ eine bemerkenswerte Tiefe, die vor allem den persönlichen und berührenden Texten erwächst. Im „oberösterreichisch-niederösterreichischem Grenzgänger- Dialekt“ erzählt Kienberger Geschichten aus dem Leben und schafft in selten gehörter Leichtigkeit die Verbindung von unverblümter Direktheit und poetischer Malerei.

 

Stilistisch bleibt das solide produzierte Album innerhalb der Grenzen des Pop, wird aber durch Farbtupfer aus Jazz, Rock und Country bereichert. Die Arrangements sind angenehm aufgeräumt, der Sound von Kienbergers Trio (Schlagzeug, Bass, sie selbst am Klavier) wird von geschmackvoll eingesetzten Gastbeiträgen ergänzt. Die Texte drehen sich immer wieder um Begegnungen und Beziehungen, um das Älterwerden, um Whiskey und den Rest vom Leben. Ein ergreifender Song für Kienbergers Tochter beendet die Platte.

 

„Wos is dei Liad“ bleibt über weite Strecken sehr ruhig, manch einer wird sich mehr Schwungvolles wünschen – können tut das Frau Kienberger nämlich sehr wohl, wie es die flotteren, humorvollen Titel beweisen. Als Hintergrundmusik eignet sich das Album trotzdem nur bedingt, denn dafür sind die Texte einfach zu bewegend.

 

Fazit: Karin Kienberger ist ein weiterer Name der heimischen Dialektmusik-Szene, den man sich merken wird müssen. Aber Achtung: Nicht nur rührselige Naturen müssen beim Hören von „Wos is dei Liad?“ mit Fällen von Gänsehaut und wohltuender Sentimentalität rechnen.

Zurück